Das MC KALEINAR 2.8/100 ist nicht mit einem M42-Schraubgewinde ausgestattet, wie man es von Kleinbildobjektiven aus russischer bzw. ukrainischer Fertigung meist kennt, sondern es besitzt ein NIKON-Bajonett!
Es handelt sich meines Wissens um einen Nachbau des NIKON SERIES E 2.8/100.
Entgegen den Erfahrungen, die ich mit anderen Objektiven aus ehemaliger sowjetischer Produktion gemacht habe, ist es sehr sauber verarbeitet (ob dies grundsätzlich so ist kann ich nicht sagen, da mir der Vergleich fehlt).
Das Objektiv ist für den Einsatz als Portraitobjektiv prädestiniert, die Anfangsöffnung von 2.8 ermöglicht es, Personen schön freizustellen.
Kontrast- und Schärfeleistung sind bei Offenblende bereits sehr gut, abgeblendet ausgezeichnet. Ursprünglich für die KIEV-19 "entwickelt" :),
kann es aufgrund des NIKON-AI-Anschlusses natürlich auch an (fast) jeder NIKON-Spiegelreflexkamera eingesetzt werden.
Es verfügt über eine integrierte, ausziehbare Metall-Gegenlichtblende.
Mit einem Durchmesser von ca. 60mm, einer Höhe von ca. 62mm und einem Gewicht von ungefähr 330g trägt es kaum mehr auf als ein 50er (Normalobjektiv).
Der Durchmesser des Filtergewindes beträgt 52mm.
Das MC KALEINAR 2.8/100 stellt eine ernstzunehmende Alternative zu den 85er-NIKKORen dar. Es ist zwar sehr selten zu finden,
aber wenn man das Glück hat, ein Exemplar zu ergattern, dann in aller Regel zu einem Bruchteil des Preises, den man für das 1.8/85 oder das 2.0/85 NIKKOR hinlegen müsste.
Die optische Qualität ist absolut überzeugend, AF ist für den Einsatz als Portraitobjektiv nicht unbedingt erforderlich.