Um bei wechselnden Lichtsituationen schnell reagieren zu können, kam bald der Wunsch nach einer Kamera mit Zeitautomatik auf.
Da ich das vorhandene System mit M42-Schraubgewinde weiter nutzen wollte, kamen nicht viele Modelle in Frage.
Somit fiel meine Wahl auf die seltene CHINON CE-3 Memotron. Der Name CHINON kam mir eigentlich sehr recht.
Ich hätte die Kamera auch bei FOTO-QUELLE unter dem Namen REVUEFLEX xxx kaufen können, allerdings war mir zu diesem Zeitpunkt
die Bezeichnung REVUE... schon etwas peinlich, da es irgendwie einen billigen Touch hatte.
Aber wer hatte schon eine CHINON...
Irgendwann habe ich dann bei einem Fotohändler einen gebrauchten Winder dazu gefunden.
Ein geniales Teil mit zahlreichen Einstellungsmöglichkeiten, wie Intervall- und Serienaufnahmen.
Die CHINON hatte im Übrigen keine echte Springblende, die Blende wurde beim Hineindrücken des Auslösers bereits geschlossen
und der Belichtungsmesser aktiviert.
Der Belichtungszeitenbereich betrug immerhin 4 sec - 1/1000 sec, sowohl manuell, als auch bei Zeitautomatik.
Der Winder schaffte eine maximale Bildfrequenz von 2 Bildern/sec, wobei er sich schon sehr gequält anhörte.
Das SUPER-MULTI-COATED TAKUMAR war letztendlich das Highlight meiner M42-Ausrüstung.
Für einen Spottpreis von 150 DM habe ich es damals gebraucht gekauft.
Ein ausgesprochen solides Teil, mit sehr guter Abbildungsleistung. Bei Offenblende war die Bildqualität
zwar nicht so gut, wie bei den moderne apochromatisch korrigierten Objektiven, aber ab Blende 5.6 waren die Aufnahmen scharf und kontrastreich.
Das Objektiv verfügte über eine solide, abnehmbare Stativschelle, sowie über eine integrierte, herausziehbare Gegenlichtblende.
Eine nahezu identische Version dieses Objektives gab es auch für die PENTAX 4.5x6 Kamera, es ist allerdings
auf dem Gebrauchtmarkt kaum zu finden.
Die REVUEFLEX E war meine erste Spiegelreflexkamera.
Sie verfügte weder über eine Innenmessung, noch über eine automatische Springblende. Dennoch waren mit
dem HELIOS 2.0/58mm Objektiv und Vorwahlblende sehr gute Aufnahmen möglich, auch wenn der Ausschuss an
verwackelten oder unscharfen Freihandaufnahmen recht groß war.
Zum Glück gab es den preiswerten Diafilm ORWOCHROME UT18 aus der damaligen DDR...
Die REVUE Zwischenringe kosteten seinerzeit stolze 35 DM,
im Vergleich zu Konkurrenzprodukten ein Spottpreis, allerdings bei meinem knappen Taschengeld damals eine
enorme Investition.
Es handelte sich dabei um einen 3-teiligen Satz Automatik-Zwischenringe mit einem kleinen Stift, der den Springblendenmechanismus der
Kamera auf das Objektiv übertrug.
Die Mechanik war außerordentlich klapprig, vermutlich ein Produkt aus Osteuropa,
wie viele Fotogeräte von FOTO QUELLE in der damaligen Zeit.
Die RICOH TLS 401 war eine "richtige" Spiegelreflexkamera.
Automatische Springblende, Innenmessung (Spot/mittenbetont), 2 Suchereinblicke!!! und eine kürzeste
Blitzsynchronisationszeit von 1/125 sec.
Ein geniales Werkzeug für die Makrofotografie...
Mit dem NOVOFLEX Automatik-Balgengerät und dem YASHICA 2.8/135 ( beides Geschenke zur Konfirmation ), konnte es dann
richtig losgehen.
Das YASHICA Objektiv lieferte abgeblendet eine
beeindruckende Bildqualität und war zudem auch noch recht preiswert (199 DM).
Schade eigentlich, dass solche Objektive heute nicht mehr gebaut werden...
Die Ausrüstung erreichte bei voll ausgefahrenem Balgengerät beachtliche Ausmaße und ein ordentliches Gewicht.
Dies war allerdings kein wirklicher Nachteil, da die Konstruktion richtig gut in der Hand lag.
Die Abmessungen hatten auch den Vorteil, dass eine vernünftige Ausleuchtung mit einem kameraseitig montierten
Blitzgerät inclusive Blitzneiger möglich war.
Die Wundertüte von BEROFLEX war eine simple 4-linsige Konstruktion mit einem Filterdurchmesser von 67mm, federleicht, mit wackeliger Stativschelle, manueller Vorwahlblende, T2-Anschluß und
erstaunlicher Abbildungsleistung zu einem ebenso erstaunlichen Preis von 199 DM.
Es gab noch 2 weitere Varianten, das 6.3/400 und das 5.6/300, die etwas kürzer ausfielen und nahezu identisch aussahen.
Das BEROFLEX galt in Insiderkreisen als die hochwertigste Version, es gab und gibt bis heute noch weitere baugleiche Objektive mit Handelsmarken - Bezeichnungen wie DANUBIA, MAGINON, RAYNOX...
Die "Ur-Version" des 8.0/500mm mit einem Filterdurchmesser von 72mm war angeblich noch besser, wer weiss...