Die Verzeichnung ist ein Abbildungsfehler,der sich in der Verformung der Bildgeometrie
äußert. Ein Rechteck würde beispielsweise je nach Art der Verzeichnung kissenförmig oder
tonnenförmig verzerrt abgebildet.
Dieser Abbildungsfehler ist dadurch bedingt, dass sich die Lichtfarben, aufgrund der unterschiedlichen Wellenlängen nicht in einem Brennpunkt bündeln.
Dies führt zu Farbsäumen im Bild und somit zu Unschärfen. Dieser Effekt tritt besonders bei langen Brennweiten (Teleobjektiven) auf.
Mittels Spezialgläsern ist es möglich, diesen Fehler zu korrigieren, was je nach Hersteller und abhängig von der Kostenrechnung
eines Objektives unterschiedlich gut gelöst ist.
Derartig korrigierte Objektive erhalten meist den Zusatz "APO", "ED", "LD", "SD" ....
Die Rand- und Mittelzonen eines Objektivs bündeln die Lichtstrahlen nicht im Brennpunkt des Objektives.
Dies führt zu einer ungleichmäßigen Schärfeverteilung zwischen den Rand- und Mittelzonen des Bildes. Eine Erscheinung,
die meist bei Weitwinkel-Zoomobjektiven zu beobachten ist.
Auch hier ist eine Korrektion mittels Spezialgläsern möglich, Objektive, die mit entsprechenden Linsen
ausgerüstet sind, tragen meist die Bezeichnung "ASPERIC(AL)".
Vignettierungen treten hauptsächlich bei Weitwinkelobjektiven auf. Sie sind eigentlich keine
wirklichen Abbildungsfehler, da man sie auch bei Lochkameras beobachten kann.
Sie sind geometrisch bedingt, ihre Korrektur ist schwierig, aber durch leichtes Abblenden des
Objektives ist dieser Fehler meist zu beheben.
Zentrierfehler treten sehr häufig bei Billigobjektiven mit Kunststofffassungen auf. Ein Linsenglied
steht nicht exakt im rechten Winkel zur optischen Längsachse des Objektives, dies hat zur Folge, dass sich
die Bildschärfe nicht gleichmäßig über das Bild verteilt, d.h. die Schärfe fällt zur linken oder rechten Bildhälfte hin ab.
Quelle und Copyright der Bilder: (c)Franz-Manfred-Schüngel (Foto-Net)